Reise in die Heimat

Morgen früh gegen 8.30 Uhr geht es für mich mal wieder nach ca 7 Monaten in die Heimat diese Zeit ist immer mit sehr vielen gemischten Gefühlen verbunden zum einem natürlich mit Freude zum anderen auch mit einem sehr unwohlen Gefühl aber auch mit viel traurigkeit. Aber zum Glück ist zu dieser Zeit immer mein Mann an meiner Seite und gibt mir den nötigen halt. Wie soll ich es am besten beschreiben warum es so viele Gefühle gibt und warum ich überhaupt in die Heimat fahre. Der Grund warum ist eigentlich schnell erklärt aber selbst das fällt alleine schon sehr schwer 😢 der Grund ist das dort meine beiden Kinder bei Oma und Opa leben dies schon seit über 7 Jahren dies hat den Grund das es mir vor über 7 Jahren ziemlich schlecht ging und ich in meiner Borderline Störung gefangen war und zu dem Zeitpunkt es für meine Kinder und mich die beste Entscheidung war da ich weder für sie noch für mich selber sorgen konnte und erstmal mein Leben wieder selber in den Griff bekommen musste ohne mich selber zu verletzen oder gar zu versuchen das Leben zu nehmen. Ich habe mir damals die Entscheidung absolut nicht leicht gemacht und bereue sie heute zum teil auch. Ich weiß das meine Kinder bei Oma und Opa sehr gut aufgehoben sind und es ihnen eigentlich an nichts fehlt ausser halt an mir was mir Tag für Tag einen Stich im Herzen ist. Nur damals war es die einzige richtige Entscheidung anstatt das meine Kinder ins Heim oder zu fremden gegangen wären. Ich konnte mich ja selber nicht mehr versorgen und war nur noch mit Medikamenten zugepummt die aber eigentlich mich mehr beeinträchtigt haben als das sie mir geholfen haben. Ich wog am Ende 236 Kilo weil ich so stark unter fressataken gelitten habe dies war alles andere als schön den ich konnte nicht mehr laufen konnte mich selber nicht mehr waschen und war einfach ein richtiges frack ich bin heute sehr froh das dieser Anblick meinen Kindern verschont geblieben ist. Ich hatte mich damals nach einem erneut missglückten Versuch mir das Leben zu nehmen ins Leben zurück gekämpft. Ich war eigentlich schon tot aber die Ärzte haben es geschafft mich wieder zu beleben und mir ein neues Leben geschenkt wofür ich heute sehr dankbar bin. Ich habe diese Chance genutzt und mich von 0 auf 100 % wieder ins Leben gekämpft und Therapie gemacht dies war ein sehr langer schwieriger Kampf den ich aber keine Sekunde bereue und froh bin ihn gegangen zu sein. Heute stehe ich nur noch dem Problem Jugendamt entgegen das es mir nicht leicht macht meine Kinder regelmässig zu sehen und es nicht schön ist wenn man seine Kinder nur alle paar Monate einmal sieht so kann man keine richtige Bindung mehr zu ihnen aufbauen kann. Diesen Kampf führe ich nun seit mehr als 3 Jahren das Jugendamt meint es wäre zum Wohl der Kinder das ich sie nur alle 3 Monate sehe aber irgendwie sehen das sehr viele und auch ich ganz anders. Ich darf zwar regelmässig alle 2 Wochen mit meinen Kindern telefonieren aber dies ist nicht das gleiche wie wenn man sie sieht und mit ihnen Zeit verbringt. Das schlimmste ist dann natürlich immer der Abschied wenn man geht und weiß es dauert nun wieder sehr lange bis man sich wieder sieht es fällt mir jedesmal aufs neue schwer diesen Weg zu gehen aber leider bin ich machtlos dagegen und muss diese Situation so nehmen wie sie ist und immer diese Achterbahn der Gefühle fahren. Ich wünsche niemanden in so eine Situation zu kommen. Ich musste mir diese Zeilen einfach einmal von der Seele schreiben.

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