Mein Leben mit Borderline

Heute möchte ich euch mal etwas aus meinem Leben erzählen. Es fing als relativ junges Mädchen bei mir an das ich feststellte mit mir stimmt etwas nicht und das ich anders bin als andere Kinder. Ich glaube ich war so 8 Jahre alt als ich es merkte das ich anders bin alles began ganz klein ich merkte das mir die Schläge meines Vaters nicht mehr weh taten und ich es sagen wir mal mochte wenn er mich schlug. Dies hielt bis vor 13 Jahren so an. In der Schule wurde ich mehrfach durch agressivität den Lehren und meinen Mitschülern gegenüber auffällig was dazu führte das ich von vielen ausgegrenzt wurde. Ich konnte mit meiner Wut und Angst nicht umgehen ich habe Türen eingetreten und wurde Mitschülern gegenüber handgreiflich was dazu führte das ich zum Psychologen musste und ich als Hyperaktive behandelt wurde und jeden Tag Tabletten nehmen musste um ruhiger zu werden was anfangs auch ganz gut klappte. Als ich 12 Jahre alt war trennten sich meine Eltern auf eine unschöne Weise (Gewalt war immer ein großes Thema in meiner Familie was allerdings tot geschwiegen wurde). Ich blieb bei meiner Mutter was auf dauer leider nicht so toll war ich kam ca ein halbes Jahr nach der Trennung meiner Eltern in die Kinder und Jugendpsychatrie was für mich eigentlich recht gut und befreiend war. Meine Mutter lernte in der Zeit einen neuen Partner kennen der dann auch mir nichts dir nichts in mein Elternhaus zog. Ich wollte nach dem ich ein halbes Jahr in der Psychatrie war nicht mehr nach Hause und entschied mich in ein Heim zu gehen. Ich hatte immer noch Kontakt zu beiden Eltern was für mich immer zur zereisprobe wurde das hinterließ immer mehr spuren bei mir ich fing an mich zu ritzen um mich wieder zu spüren. In dem Heim war es auch nicht so prikelnd dort wurden auch Kinder geschlagen was dazu führte das dieses Heim geschlossen wurde und ich sollte zu meiner Mutter zurück was ich auf keinen Fall wollte so beschloss ich das ich mir das Leben nehmen wollte den ich fand zu dem Zeitpunkt der tot wäre die bessere Lösung als zurück zu meiner Mutter. Es hatte zum Glück nicht geklappt und ich kam erstmal wieder in die Psychatrie und danach in ein anderes Heim bzw eine Mädchen WG. Wie es unter Mädels so ist gab es dort auch öfter mal streit aber ich fühlte mich sehr wohl dort einzige Manko durch Gruppenzwang bin ich an Drogen gekommen erst war es nur hier und da mal ein joint aber dabei blieb es nicht. Ich stand immer noch unter dem Druck meiner Eltern ich musste fast jedes Wochenende entweder zu meiner Mutter oder auch zu meinem Vater dort wurde ich der Gewalt zum Opfer und bei meiner Mutter war es eher psychische Gewalt. Ich fing an meine Mutter zu bestehlen um mir meine Drogen zu finanzieren und hatte immer die Hoffnung sie bricht den Kontakt zu mir ab. Ich versuchte die Hochzeit meiner Mutter zu verhindern da ich dachte wenn meine Mutter wieder alleine ist wird es schön zwischen uns. Dies ging natürlich nach hinten los meine Mutter heiratete meinen Stiefvater den ich einfach nicht akzeptieren wollte. Mit 16 sollte ich wieder nach Hause ziehen da meine Mutter es so wollte. Dies war für mich eine absolute Horrorvorstellung mit ihr und meinem Stiefvater einen auf heile Familie zu machen. Ich rutschte immer mehr in die Drogenszene ab und ritzte mich immer mehr um den Druck und den Schmerz auszuhalten. Als ich fast 18 war bin ich von zuhause abgehauen und bei meinem Vater am ende gelandet dies war natürlich auch keine tolle Option er war alkoholkrank schlug mich und na ja machte noch andere Sachen mit mir die nicht toll waren. Ich ging erneut zum Jugendamt und kam in eine neue WG dort verweilte ich bis ich 18 war und endlich weder Mutter noch Vater etwas zu sagen hatten. Zu dem Zeitpunkt verstarb meine aller beste Freundin durch ein Zug Unglück was für mich die absolute Hölle war. Ich stürzte dadurch natürlich noch mehr ab wollte mir das Leben nehmen nahm noch mehr Drogen. Es war für mich schon normal Zustand und gehörte zu meinem Leben. Ich wohnte mit einem Jungen zusammen der Zivi in dem Heim war wo ich in der Mädelswg war. Er fing mich damals auf und war für mich da mit ihm rutschte ich in eine Drückerkolone. Mein Leben ging so immer weiter bis ich erfuhr ich bin Schwanger, ab da änderte sich mein Leben Schlagartig mein Ex- Mann und Vater meines Sohnens tat mir auch nicht gut er schlug mich in unserer Beziehung war ein alkoholiker und noch dazu sah er mich als seinen Besitz. Durch meine Drogensucht erfuhr ich erst im fast 8 Monat das ich schwanger bin mir blieb also nicht viel Zeit mein Leben zu ändern. Als ich meinem Ex-Mann erzählte ich bin Schwanger wollte er mir unser Kind aus dem Bauch treten das bekamen zum Glück unsere Nachbarn mit die die Polizei riefen ich kam ins Frauenhaus machte unter ärztlicher Aufsicht einen Drogenentzug und ging in ein Mutter Kind Heim es war für mich eine sehr schwere Zeit und ich musste dann auch erstmal in die Mutterrolle rein wachsen meine Vergangenheit hat mich immer wieder eingeholt und es fiel mir alles nicht leicht. Für meinen Sohn und mich fing ich dann eine Therapie an bei einem Psychologen dies brachte nur mässigen Erfolg und ich wurde auf Psychopharmerka eingestellt die allerdings die Lage eher schlechter machten und ich sie wieder abgesetzt habe. Ich hatte einen neuen Partner der 4 Jahre jünger war als ich er nahm meinen Sohn an als wäre er sein eigener Sohn. Die Beziehung an sich war sehr harmonisch auch wenn man in bestimmten Situationen den altersunterschied merkte. Mein Partner und ich entschlossen uns gemeinsam ein zweites Kind zu bekommen. Ich war zu der Zeit stabil und habe gedacht ich hätte meine Vergangenheit hinter mich gelassen ich wartete dennoch auf einen Platz in einer Tagesklink um meine Therapie abzuschliesen ich bekam einen Platz als ich schon schwanger war mit meiner Tochter. Ich habe die Therapie dennoch abgescglossen. Als meine Tochter zur Welt kam rutschte ich in eine Wochenbettdepression ich ging darauf hin sofort wieder in die Tagesklinik. Ich kam leider nicht darum herum erneut psychopharmerka zu nehmen. Es begann ein unermesslicher Kampf das passende Medikament zu finden. Als eines gefunden war ging es mir recht schnell besser und ich dachte nun hätte alles ein Ende und ich könnte mit meiner eigenen kleinen Familie ein schönes Leben führen. Meine Mutter spielte auf Abstand dennoch eine Rolle in meinem Leben wir hatten ein relativ gutes Verhältnis was mich dazu veranlasste nach meinem Auszug aus dem Mutter Kind Heim in die nähe von ihr zu ziehen was mir zum endgültigen Verhängnis wurde sie machte mir mein Leben psychisch zur Hölle so das ich wieder anfing mich zu ritzen bis hin zur medikamentenabhängigkeit so sehr das ich mich um meine Kinder nicht mehr kümmern konnte es war für mich nur noch die Hölle das Jugendamt nahm mir am Ende die Kinder weg und meine Mutter bekam das Sorgerecht. Ich kam damit natürlich nicht klar und wollte mir erneut das Leben nehmen ich war quasi Tot das Rettungsteam schaffte es mich wieder zu beleben und mir ein neues Leben zu schenke. Ich nutze meine Chance und began mich wieder ins Leben zurück zu kämpfen und gegen mein Borderline zu kämpfen, es war ein harter Kampf mit einigen rückschlägen aber seit 5 Jahren habe ich den Kampf gewonnen und anders mit allem umzugehen.

Was ist Borderline (auszug von Wikipedia)

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typsist eine psychische Erkrankung. Typisch für sie sind Impulsivität, instabile zwischenmenschliche Beziehungen, rasche Stimmungswechsel und ein schwankendes Selbstbild wegen gestörter Selbstwahrnehmung.

Bei dieser Persönlichkeitsstörung sind bestimmte Vorgänge in den Bereichen Gefühle, Denken und Handeln beeinträchtigt. Dies führt zu problematischen und teilweise paradox wirkenden Verhaltensweisen in sozialen Beziehungen und sich selbst gegenüber. Dadurch kann die Borderline-Störung oft zu erheblichen Belastungen führen und sowohl die eigene Lebensqualitätschwer beeinträchtigen als auch die der Bezugspersonen mindern.[1][2]

Die BPS wird häufig von weiteren psychischen Erkrankungen begleitet, es besteht z. B. eine hohe Komorbidität mit Depressionen und der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).